Pressemitteilungen

Ein wahrer Vollzeitjob als Ehrenamtlerin

Steckbrief

Alter: 76

Ehrenamt:

Vorsitzende des Vereins Umsonstladen „ümmesuss“ sowie Flüchtlingshilfe

Familienstand:

verheiratet, eine Tochter

Beruf: Versicherungskauffrau

Wohnort:

Bad Nenndorf

Hobbys

außerhalb des Ehrenamtes: Kommunalpolitik, historische Dinge über Bad Nenndorf sammeln z.B Postkarten

Rosemarie Börner ist für Bedürftige da

Bad Nenndorf, 09.02.2019

 

Seit sie die Idee zur Gründung eines Umsonstladens in Bad Nenndorf vor fast 14 Jahren hatte, steckt sie jederzeit viel Herzblut in das Ehrenamt. Die Rede ist von Rosemarie Börner. Doch die 76-Jährige ist nicht nur die 1. Vorsitzende des Vereins Umsonstladen „ümmesüss“, sie engagiert sich auch sehr in der Flüchtlingshilfe.Schon wenn man den kleinen Laden am Kurpark betritt, springen einem zahlreiche Bücher, Kleidung, Geschirr aber auch Wasserkocher oder Schulranzen ins Auge. Zweimal in der Woche hat der Umsonstladen „ümmesüss“ geöffnet und gerade am Morgen ist immer so viel Andrang im Geschäft, dass die zwölf Mitarbeiter rund um die 1. Vorsitzende Rosemarie Börner reichlich zu tun haben. Anfang 2006 hatte sie die Idee zur Gründung eines Umsonstladens, als ihr eine Freundin von einem Umsonstladen in Bad Münder erzählte. Das Konzept des Vereines ist dabei denkbar einfach: „Wir wollen etwas gegen unsere Wegwerfgesellschaft tun und gleichzeitig bedürftigen Menschen helfen“, erzählt Börner. Alles Geld, was für die Unterhaltung des Ladens nicht benötigt wird, spendet der Verein an gemeinnützige Organisationen. „Als Geschäft haben wir uns in Bad Nenndorf mittlerweile richtig eingeklinkt“, weiß die Vorsitzende. Sie selbst kümmert sich um die gesamte Bürokratie, um Versicherungen, um die Mitarbeiter und die Homepage des Ladens. Ein ganz schöner Vollzeitjob. Wäre sie nicht im Ruhestand, könnte sie die Arbeit als Vorsitzende nicht bewältigen, ist sich Börner sicher.

Durch ihr E h r e n a m t im U m s o n s t l a d e n kam sie dann auch zu ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe. Mindestens zwei Mal in der Woche hilft sie Flüchtlingskindern und jungen iranischen Männern, indem sie sie beispielsweise zum Arbeitsamt begleitet oder bei Schularbeiten unterstützt. Der Umsonstladen spendiert Kindern zudem zwei Mal im Jahr einen Kinobesuch. „Dann mieten wir das Kino und alle Kinder aus Bad Nenndorf und Rodenberg können kostenlos kommen“, erzählt die 76-jährige.Seit 1971 engagiert sich Rosemarie Börner immer wieder im Ehrenamt. So war sie unter anderem Vorsit-zende des Vereins zur Förderung der offenen Jugendarbeit, wirkte jahrelang in der Politik mit und ist Sprecherin der Lokalen Agenda 21. Landrat Jörg Farr hatte ihr 2013 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland stellvertretend für den Bundespräsidenten überreicht. Für ihre Tätigkeit als Vorsitzende des „ümmesüss“-Trägervereins war sie zudem im Magazin „Brigitte Wir“ als eine Art Vorbild für andere Rentner abgelichtet. Doch was ihr besonders an dem Ehrenamt gefalle? „Es ist immer schön zu sehen, wenn man anderen Menschen weiterhelfen kann“, lächelt die 76-jährige. „Einmal kam ein Mann nach zwei Monaten wieder zurück in den Laden und berichtete mir, dass er jetzt eine Wohnung hätte. Er bedankte sich abermals für unsere Unterstützung“, berichtet sie lächelnd. Viele Kunden würden sie zudem auf der Straße grüßen, Kekse mitbringen oder sich für ihre Hilfe bedanken.Und was sie sich für die Zukunft wünsche? „Also zum einen möchte ich, dass niemand mehr unsere Kaffeekasse klaut“, berichtet sie bestürzt. Enttäuscht ist sie zudem von den vielen Menschen, die immer wieder Müll vor die Tür stellen oder diesen durchwühlen. „Da wünsche ich mir gerne eine Veränderung“, sagt sie. Zum anderen wünscht sie sich, das Ehrenamt noch so lange wie möglich ausführen zu können

Rosemarie Börner mit einem Teil ihrs Teams des Umsonstladens.

Umsonstladen stellt Glücksrad auf

Bad Nenndorf, Mittwoch 11.Juli 2018

 

Am "Moor-Beats" Stadtfest, das vom 20. bis 22 Juli in Bad Nenndorf gefeiert wird, beteiligt sich auch der Umsonstladen. Das ehrenamtliche Team öffnet das Geschäft an der Hauptstraße 17a am Sonnabend, 21. Juli von 14 bis 17 Uhr. In diesem Zeitraum werden allerdings keine Spenden angenommen. Stattdessen können Besucher am Glücksrad drehen, das in der Fussgängerzone aufgestellt wird und verschiedene Preise gewinnen. Am Sonntag, 22. Juli ist der Umsonstladen von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Zur Einschulung gehört eine richtige Zuckertüte

Zur Einschulung gehört eine richtige Zuckertüte Maren Borchers, Rosemarie Börner und DRK-Tafel beschenken 16 Kinder aus Flüchtlingsfamilien.

 

Bad Nenndorf, Mittwoch 11. Juli 2018

 

Bei einer Einschulung keinesfalls wegzudenken ist der Schulranzen. Doch ebenso wenig darf an diesem besonderen Tag im Leben eines Kindes die Zuckertüte fehlen. Allerdings sind viele Menschen, die aus anderen Ländern oder Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind, mit diesem Brauch nicht vertraut.

Dafür, dass alle Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, eine schöne Zuckertüte bekommen, haben sich Buchhändlerin Maren Borchers, Rosemarie Börner vom Umsonstladen und Heidi Niemayer von der Tafel eingesetzt.

Bei der letzten Einschulung sei Borchers aufgefallen, dass nur wenige Kinder aus anderen Kulturen eine Zuckertüte bei sich trugen. Einige hätten sich aus Wellpappe behelfsmäßige Schultüten gebastelt. Frau Borchers wandte sich an Frau Börner, die sich ehrenamtlich im Umsonstladen und beim Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit engagiert.

Beide beschlossen, im Großhandel Schultüten für die Kinder zu bestellen, für die Frau Borchers die Kosten trug. Daraufhin wurde Heidi Niemeyer von der DRK-Tafel eingeschaltet, die ermittelte, dass zehn Kinder aus dem Kundenkreis der Tafel in Bad Nenndorf und Rodenberg eingeschult werden. Die Grundschule in Haste nannte vier Kinder und auch im Umsonstladen waren zwei Kinder zu beschenken.

Die Mitarbeiter der Tafel sammelten Schulhefte, Malutensilien, Stifte, Bücher, Brotdosen und Spielsachen. Damit werden die Tüten befüllt, bevor sie schließlich pünktlich zur Einschulung an die Kinder verteilt werden.

 

ZU SCHADE ZUM WEGWERFEN

Mit über 60 Jahren, da fängt das Leben erst an

"Ümmesüss", Plattdeutsch für "umsonst", heißt der Laden, den Rosmarie Börner in Bad Nenndorf gründete. Das war im Jahr 2006, an einem Montag. "Das ist mein Glückstag", erzählte die gelernte Versicherungskauffrau und freie Journalistin. "Etwas, das mir am Herzen liegt, beginne ich daher immer montags." Zu helfen liegt Rosemarie Börner besonders am Herzen. Im Ummesüss können daher Menschen, die sich wenig leisten können, Kleiderspenden und Haushaltsdinge gegen Minibeiträge erwerben. Und auch die Einnahmen, abzüglich der Festkosten, werden an Bedürftige und soziale Projekte verteilt - 55.000 Euro in zehn Jahren. Die ehrenamtlichen Mitstreiter im Laden sind Rentner wie Rosemarie Börner, die sagt: "Die Arbeit macht spaß, außerdem bleiben gebrauchte Dinge im Umlauf - es wird weniger weggeworfen."

Ehrung für die Leiterin des Umsonstladens; Rosemarie Börner in "Brigitte Wir" vertreten

BAD NENNDORF,26.07.2017

 

 

Für ihre Tätigkeit als Vorsitzende des „Ümmesüß“-Trägervereins ist sie in der kommenden Ausgabe des Magazins „Brigitte Wir“ als eine Art Vorbild für andere Rentner abgelichtet. Der Ableger des beliebten Frauenmagazins für die Personengruppe 60-plus nimmt die ehemalige Ratsfrau in eine Reihe von Personen auf, die im Ruhestand noch einmal etwas völlig Neues gewagt haben – in Börners Fall das überdurchschnittliche Engagement beim Umsonstladen „Ümmesüß“, wo sie auch mit ihren 75 Jahren noch die volle Verantwortung trägt. Ein Reporter aus Hamburg war extra angereist, um Börner zu portraitieren. „Das war aufregend, ich hatte morgens extra einen Friseurtermin“, so Börner.

Umsonstladen vor elf Jahren eröffnet

Vor elf Jahren hatte die Seniorin den Umsonstladen an der Hauptstraße 17a ins Leben gerufen. Für eine kleine Spende werden dort gebrauchte Gegenstände und Kleidung weitergegeben. Seither schreibt der Trägerverein schwarze Zahlen. Alles Geld, was für die Unterhaltung des Ladens nicht benötigt wird, spendet der Verein an Kindergärten, Jugendgruppen und gemeinnützige Organisationen. 55000 Euro sind dabei in den vergangenen Jahren zusammengekommen. „Ümmesüss“ ist übrigens plattdeutsch und heißt umsonst.

Börner ist sich sicher, dass man im Rentenalter keinesfalls alleine „versauern sollte“. „Da ist man doch noch ganz frisch in den Jahren bis 70“, sagt die 75-Jährige. „Ich hab ja selbst noch keine Lust aufzuhören“, so die Rentnerin weiter. Denn nur wer eine Aufgabe habe, der bleibt auch gesund. js

Günstig, aber nicht umsonst

Die Ferienreporter der SN nehmen "Ümmersüß" unter die Lupe

Die SN-Ferienreporter Liam Preece (von links), Liam Schütze, Leon Lukas, Jnnik, Lisa Maria und Christoph haben Spaß im Büro der Schaumburger Nachrichten.

BAD NENNDORF, 20.07.2017

 

Denn die Vorsitzende des Trägervereins, Rosemarie Börner, erklärte, dass häufig Kunden in den Laden kommen und ganz bestimmte Dinge benötigen. Beispielsweise eine Nähmaschine oder einen Drucker. Wenn es so etwas im Bestand gerade nicht gibt, wird das Netzwerk der zehn ehrenamtlichen Mitarbeiter bemüht, um es zu besorgen.
Die Kundschaft besteht jeweils zur Hälfte aus Deutschen und aus Menschen mit Migrationshintergrund. Um die 500 Euro für die monatliche Miete aufzubringen, braucht der Verein Einnahmen – der Begriff Umsonstladen ist also nicht ganz korrekt: Die Waren kosten schon Geld, sie sind jedoch ausgesprochen günstig. Eine Jacke kostet beispielsweise drei Euro, ein T-Shirt ist für einen Euro zu haben.
Eine Garnitur Bettwäsche kostet zwei Euro. Apropos: Weiße Laken nimmt der Verein nicht an, weil sich Menschen aus Ländern wie Syrien und Afghanistan nicht in solche Wäsche legen wollen. Schließlich werden in diesen Ländern Verstorbene in weißen Tüchern bestattet.
Üppig sind die Einnahmen aber auch wieder nicht: An den beiden Öffnungstagen kommen jeweils bis zu 60 Kunden. Montags nehmen die Mitarbeiter im Durchschnitt 70 Euro, donnerstags 150 Euro ein. Den erzielten Überschuss spendet der Verein für den guten Zweck, beispielsweise für die Tafel.
Bei einer Umfrage unter Bad Nenndorfern stellten die SN-Ferienreporter fest, dass der Umsonstladen einen recht hohen Bekanntheitsgrad hat. Dreiviertel der Befragten kannten „Ummesüss“. Fast die Hälfte hat sogar schon etwas gespendet.
Derzeit benötigt der Laden Koffer, Kinderkleidung, Sommerkleider, Tassen, Teller, Besteck, Radios, CD-Player, Mixer und Bettgestelle. Außerdem brauchen die Mitarbeiter Tüten zum Einpacken.

Mit Geld nicht zu bezahlen

Der "Umsonstladen" feiert am 8. Mai in der Fußgängerzone sein zehnjähriges Bestehen

BAD NENNDORF, 08.05.2016

 

Am 8. Mai will der Umsonstladen "ümmesüss" sein zehnjähriges Bestehen feiern. Hierzu blickt die 1. Vorsitzende Rosemarie Börner auf das letzte Jahrzehnt zurück und berichtet auch von den Anfängen des kleinen Ladens in der Hauptstraße 17a. Einst entstand er, um bei zunehmender Armut das Angebot im Kurort mit gebrauchten, gut erhaltenen Artikeln zu ergänzen. Dem immer gängigeren Wegwerfgedanken sollte entgegen gewirkt werden. Zu Beginn waren es vier Leute von der Lokalen Agenda Gruppe "Menschen und Soziales", die den Laden betrieben. Zwei Umzüge später sind 14 Mitarbeiter im Laden beschäftigt, die sich mit dem Verkauf der Gebrauchtwaren abwechseln. Während der Öffnungszeiten nehmen die Verkäufer die abzugebenden Waren an und verkaufen diese wieder zu einem sehr geringem Preis weiter an Mitbürger, die diese Waren benötigen. Die einzige Bedingung ist, dass die Artikel sauber und gut erhalten sind. Waren, die nach einiger Zeit nicht verkauft werden können, werden gespendet. Dabei werden ausländische Waisenhäuser oder bedürftige Menschen sowie der Tierschutz berücksichtigt. In den letzten Jahren kann der Verein auf eine Spendensumme von 45.000 Euro blicken, die er an gemeinnützige Einrichtungen gespendet hat. Aktuell sind die Mitarbeiter auch sehr viel in der Flüchtlingsbetreuung aktiv. Mal helfen sie ihnen mit Behördenbriefen, mal beim Einkauf von Kleidung und Haushaltsartikeln.

Dieses Bemühen soll mit den Kunden dann am 8. Mai gebührend gefeiert werden. Ab 14.30 Uhr sind in der Fußgängerzone Bierzeltgarnituren aufgestellt, an denen man sich mit Kuchen und Grillgut versorgen kann. Dazu gibt es eine Tombola, bei der man viele tolle Preise gewinnen kann. Außerdem treten ein Shanty-Chor und der Chor der Musikschule "Musik macht Spaß" auf, um für ordentlich Unterhaltung zu sorgen. "Vorbeikommen lohnt sich also auf jeden Fall", sagt Rosemarie Börner voller Vorfreude in der Stimme. Doch bis dahin ist noch etwas Zeit, sodass vorher erst einmal weiterhin die im Schnitt 60 Kunden am Tag versorgt werden müssen

Ein Baum fürs Heim

Auch in diesem Jahr hat der Umsonstladen „Ümmesüss“ wieder mehreren Familien mit Kindern und auch Alleinstehenden kleine Freuden zum Weihnachtsfest gemacht. In Zusammenarbeit mit dem DRK und dem Jugendamt verteilten Mitglieder des Trägervereins Gutscheine an die Bedürftigen.

BAD NENNDORF, 22.12.2016

 

Finanziert wurde die Aktion aus dem Einnahmenüberschuss. Mitarbeiter des Flüchtlingsheims in der ehemaligen Kurklinik Schaumburg an der Horster Straße hatten sich beispielsweise einen Tannenbaum gewünscht. Damit wollten sie Menschen aus anderen Kulturkreisen zeigen, wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird. Den Baum stellte die Firma Autoservice Pehlke zur Verfügung. Der Baumschmuck kam aus dem Umsonstladen, und geschmückt wurde der Baum von zwei jungen Flüchtlingen aus dem Iran. Nun steht er im Eingangsbereich und zeigt an, dass das große Fest in Kürze steigt.

Aber damit nicht genug. Der Umsonstladen spendiert am Mittwoch, 4. Januar, im Phönix-Kino um 15 Uhr für alle Kinder aus Bad Nenndorf und Rodenberg der Film „Heidi“. Der Eintritt ist frei. Damit rückt der kostenlose Weihnachtsfilm diesmal also von der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in die erste Januarwoche.

Zwischen den beiden Festen ist der Laden geschlossen. Erster Öffnungstag im neuen Jahr ist Montag, 2. Januar, (10 bis 13 Uhr)

Polster für Flüchtlinge

Der Verein des Umsonstladens „Ümmesüss“ will in den nächsten Monaten die Flüchtlingssituation im Hinterkopf behalten. Für Asylbewerber sollte ein gewisses finanzielles Polster angelegt werden, riet Michael-Andreas Meier bei der Mitgliederversammlung.

Bad Nenndorf, 21.112015

 

Der Umsonstladen hat in den zurückliegenden zwölf Monaten den Sprachkurs für Willkommene und die Flüchtlingshilfe unterstützt. Außerdem gab der Verein Zuschüsse für Schulbücher, doch nach Worten der Vorsitzenden, Rosemarie Börner, könnten noch deutlich mehr Kinder beziehungsweise deren Eltern in den Genuss dieser finanziellen Hilfe kommen. Einen großen Teil der Spenden verwendete der Verein im zurückliegenden Kassenjahr auf Weihnachtsgeschenke für Bedürftige.
Auch einen kostenlosen Kinofilm ermöglichte der Verein. Ein weiterer folgt: Am Mittwoch, 30. Dezember, wird im Kurtheater kostenlos der Film „Cinderella“ gezeigt. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr. Hinzu kamen zahlreiche Zuschüsse an Organisationen und Vereine, unter anderem an die Tierauffangstation, die DLRG und die jüdische Gemeinde. Nicht mehr unterstützt wurde das gesunde Frühstück der Berlin-Schule, weil sich die Einrichtung nach Worten von Kassenwart Michael Werner nicht mehr beim Verein gemeldet habe.
Der bislang milde Herbst ist für den Umsonstladen ein Problem: Weil offenbar kaum jemand Interesse an Winterkleidung hat, sind die Regale und Kleiderständer überfüllt. „Eigentlich müssten wir drei Wochen lang Pause machen“, sagte Börner. Außerdem sei es schwierig, ausreichend Personal für den Ladenbetrieb zu finden.
Die stellvertretende Vorsitzende, Anneliese Kräft, stellte sich unter dem Applaus der Versammlung noch einmal zur Wahl, obwohl sie das Amt eigentlich hatte abgeben wollen. Doch der Verein solle sich schon einmal nach einer Nachfolgerin umsehen. Auch Börner erhielt erneut das Vertrauen der Mitglieder. Ebenfalls wiedergewählt wurden Schriftführerin Carola Eggers und Kassenwart Werner.
Zum Zehnjährigen Bestehen des Ladens soll es im Frühjahr eine Feier geben – aber in bescheidenem Rahmen.

Ehrenkarte für Rosemarie Weise

Eine weitere Mitarbeiterin des Umsonstladens „Ümmesüss“ hat von der Stadt Bad Nenndorf die Ehrenamtskarte verliehen bekommen. Im Umsonstladen arbeiten freiwillige Helfer, von denen manche bereits im Besitz dieses Vergünstigungs-Tickets sind. Jetzt wurde die Karte von Stadtdirektor Mike Schmidt und seinem allgemeinen Vertreter, André Lutz, auch Rosemarie Weise verliehen.

Bad Nenndorf,23.06.2015

 

Sie arbeitet seit vier Jahren mehrere Stunden pro Woche im Umsonstladen „Ümmesüss“ und ist für die Kleiderannahme zuständig. Mit der Karte kommt sie nun in ganz Niedersachsen in den Genuss vergünstigter Eintrittspreise. Auch bei Fahrten mit dem Bürgerbus zahlen Inhaber von Ehrenamtskarten weniger Entgelt.
Schmidt gratulierte und hob das Ehrenamt als wichtige Stütze der Gesellschaft hervor. Ohne diese Form des Engagements wäre heute bei knappen Kassen vieles nicht mehr möglich, so Schmidt. Der Umsonstladen wird in 2016 zehn Jahre alt.

Spenden jetzt auch für den Tierschutz

Bad Nenndorf. Der Verein des Bad Nenndorfer Umsonstladens „Ümmesüss“ hat seine Satzung geändert, um auch Spenden an Tierschutzeinrichtungen verteilen zu können. Bisher dürfte die Gruppe nur bedürftige Familien und die Jugendarbeit begünstigen.

Bad Nenndorf, 16.11.2013

 

Hatte es in der alten Satzung noch geheißen, dass die Empfänger der Spenden einen Hartz-IV-Nachweis erbringen müssen, fiel auch dieser Passus weg. Somit ist nun die Unterstützung bedürftiger Familien, der Jugendarbeit und des Tierschutzes Zweck des Vereins. Die Änderung wurde bei zwei Enthaltungen beschlossen. Vorsitzende Rosemarie Börner sagte, dass der Verein jetzt beispielsweise auch Tierarztkosten der Tierauffangstation übernehmen kann.

6400 Euro hat der Verein in 2013 an Spenden ausgeschüttet. Davon profitierten die Berlin-Schule, der Feuerwehr-Nachwuchs, die Kindergärten der Samtgemeinde – abgesehen von der Kita „Entdeckerhaus“ –, die Wochen für das Kind (WoKi), das DRK sowie Privatleute. Zu Weihnachten verteilte der Verein beispielsweise 1450 Euro in Gutscheinform. Auch zwei Filmvorführungen wurden mit dem Geld finanziert.

Der Verein geht ins 8. Jahr seines Bestehens. Insgesamt summieren sich mittlerweile mehr als 40000 Euro an Spendengeld. Dieses stammt aus dem Verkaufserlös des Ladens an der Hauptstraße 17a und aus Geldspenden, die wiederum dem Verein zukommen. Geöffnet ist der Laden, der gebrauchte Kleidung, Haushaltsgegenstände und Spielzeug anbietet, montags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 10 bis 18 Uhr. Die Waren sind für geringe Preise oder per Tausch zu erstehen.

Börner äußerte ihr Unverständnis, dass sogar im Umsonstladen noch gestohlen wird. Und es gebe hin und wieder auch Kunden, die an den Preisen herumfeilschen wollen. Ein Euro sei demnach manchen für Kleidungsstücke noch zu teuer. Allerdings gehöre für Menschen anderer Kulturen das Handeln zum Einkaufen dazu, hieß es.

Umsonst und drinnen: TV-Gerät gespendet

Das ehemalige Vereinsheim und jetzige Mehrgenerationenhaus hat zwar noch immer keinen offiziellen Namen. Dafür steht im Gemeinschaftsraum ein rundes Vierteljahr nach der Eröffnung immerhin ein nagelneues Flachbildschirm-TV-Gerät. Eine Spende des Vereins Umsonstladen, des Geschäfts Elektor Battermann und des VfL Bad Nenndorf.

Bad Nenndorf, 24.09.2013

 

Eigentlich hängt das Gerät an der Wand, denn dort haben es Battermann-Mitarbeiter montiert. Und zum Fernsehen ist es gar nicht gedacht. Vielmehr sollen die im Mehrgenerationenhaus angesiedelten Vereine darauf eigene Filme von vergangenen Aktivitäten oder auch Bilder anschauen können. Dafür kann ein Laptop an den „Fernseher“ angeschlossen werden, sodass die Bilder nach und nach über den Bildschirm „flimmern“. Ein weiteres Einsatzfeld des Geräts ist das Vorführen von Schulungsvideos für die Sportler des VfL.

 Das Unternehmen Battermann, das den Umsonstladen „Ümmesüß“ schon mehrfach unterstützt hat, bot den „Fernseher“ deutlich unter Listenpreis an und installierte ihn kostenlos. Der Verein Umsonstladen übernahm 1000 Euro der verbliebenen Anschaffungskosten, den Rest zahlte der VfL.

 Die Spende des Umsonstladens stammt aus den Einnahmen der Einrichtung. Diese unterstützt laut Satzung einerseits Bedürftige und andererseits die offene Jugendarbeit, wie Rosemarie Börner bei der Spendenübergabe erklärte.gus

Dank und Anerkennung für Helfer

Kurt Junior, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, hat am Mittwoch Ehrenamtskarten an Bad Nenndorfer übergeben, die sich seit Jahren ohne Bezahlung für das Allgemeinwohl engagieren.

Bad Nenndorf, 22.05.2013

 

Preisnachlässe in etlichen öffentlichen und auch privaten Einrichtungen sowie bei Veranstaltungen können Gerhard Hey, Anneliese Kräft und Christa Bonk bei Vorlage ihrer Ehrenamtskarte genießen. Die Vergünstigung ist ein Dank und eine Anerkennung für intensives Engagement für das Gemeinwohl. Alle drei Ehrenamtskarten-Inhaber sind im Umsonstladen „Ümmesüss“ tätig. Gerhard Hey engagiert sich außerdem in der Seniorenbegleitung. „Man kann in der Freizeit ja nicht nur so rumsitzen“, begründete Anneliese Kräft ihren Einsatz für den Umsonstladen. Die Bad Nenndorferin hat auch schon im „Café Ehrenamt“ mitgewirkt und war als Lesepatin tätig. Und sie strickt für „Bad Nenndorf ist bunt“. „Mir tun schon die Finger weh“, scherzte die engagierte Frau. Anneliese Kräft und Gerhard Hey haben die für drei Jahre gültigen und vom Land Niedersachsen ausgestellten Karten persönlich von Kurt Junior im Empfang genommen. Christa Bonk konnte nicht ins Rathaus kommen und bekommt ihre Karte zugesandt. Ehrenamtskarten können von ehrenamtlich Tätigen beantragt werden, die mindestens 18 Jahre alt sind und mindestens fünf Stunden pro Woche und seit mehreren Jahren der unbezahlten Tätigkeit nachgehen.

Zwischenstopp Verdienstmedaille

Die Bad Nenndorferin Rosemarie Börner ist am Montag mit der Medaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Jörg Farr überreichte die im Volksmund Bundesverdienstkreuz genannte Medaille stellvertretend für Bundespräsident Joachim Gauck.

Bad Nenndorf, 25.02.2013
 
Schon die bunte Mischung der Gäste war ein Indiz dafür, in wie vielen Feldern Rosemarie Börner seit Jahrzehnten engagiert und ehrenamtlich tätig ist. Als besondere Anerkennung ihrer Verdienste für die Allgemeinheit hat Landrat Jörg Farr der Bad Nenndorferin am Montag die Medaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergeben. Die seltene Auszeichnung bekam Rosemarie Börner für ihr vielschichtiges Handeln in der Samtgemeinde, das vor allem der Jugend, den Senioren und Menschen am Rande der Gesellschaft gewidmet ist.

Neben dem Landrat würdigte auch Bürgermeisterin Gudrun Olk die Arbeit der Geehrten. Der Orden sei oft die Ehrung für ein Lebenswerk, führte der Landrat zu Beginn seiner Rede aus. Doch bei Rosemarie Börner sei die Auszeichnung eher als "Zwischenstopp" zu sehen, als Dankeschön für die bisher geleistete Arbeit in sozialen und gesellschaftlichen Themenfeldern. Denn, so Farr weiter, die Gesellschaft brauche Menschen wie Börner, die sich uneigennützig einbringen. Er hoffe doch sehr, dass die Ehrung als Ansporn gesehen werde, weiterzumachen. Ihr Wirken sei mustergültig und vorbildlich für andere.

Diesen Worten konnte sich Bürgermeisterin Gudrun Olk nur anschließen. Börner habe nie gefragt, was sie für ihren Einsatz bekomme. Das Wohl des Nächsten stehe für sie stets im Fokus ihres Handelns. "Ich freue mich, dass so eine Bürgerin hier lebt und wirkt", schloss Olk ihre Ausführungen. In Vertretung für Stadtdirektor Bernd Reese lobte Hauptamtsleiter Heinrich Bremer die Arbeit von Börner. Es sei für ihn persönlich eine große Freude, dass die Bad Nenndorferin nun mit der hohen Auszeichnung belohnt werde.

Auch Rodenbergs Bürgermeister Ralf Sassmann ließ es sich nicht nehmen und meldete sich für die Kreis-Wählergemeinschaft zu Wort. "Wenn jemand diese Auszeichnung verdient hat, dann Du", stellte er fest.

Die 1942 in Hannover geborene Börner ist sowohl auf kommunalpolitischer Ebene als auch in zahlreichen Vereinen und Organisatoren aktiv. Um hier nur einige Stationen und Aufgaben zu nennen: Sie sitzt für die Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) in Stadt- und Samtgemeinderat, arbeitet im Präventionsrat, ist vorrangig für die Einrichtung des Umsonstladens "ümmesüss" in Bad Nenndorf tätig gewesen, ist Sprecherin der Lokalen Agenda 21 Gruppe Soziales, hat die Polenhilfe mit ins Leben gerufen und leitete seit 1988 den Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit

Umsonstladen: „Immer gut bestückt“

„Ümmesüss“ – Der Umsonstladen an der Hauptstraße 17a in Bad Nenndorf präsentiert sich Interessierten in einer neuen Broschüre. „Es geht hauptsächlich darum, dass die Besucher wissen, wie sie uns erreichen und das es einen Parkplatz oberhalb des Ladens gibt“, erklärt Mitarbeiterin Gabriele Kopeczky.

Bad Nenndorf, 25.10.2012 

 

Da zurzeit Bauarbeiten an der Hauptstraße die Zufahrt zum Geschäft erschweren, wurde bei dem Prospekt besonders darauf geachtet, eine genaue Wegbeschreibung mit Lageplan einzubinden. In der Anfahrtsskizze ist der Weg zu den Parkmöglichkeiten des „Ümmesüss“ (plattdeutsch für umsonst) über den Parkplatz vom Hotel Hannover aufgezeichnet.

Die eigentliche Idee hinter dem Verein „Umsonstladen Bad Nenndorf“ ist dem immer noch weitverbreiteten Wegwerfdenken entgegenzuwirken und die sozialen Einrichtungen in Bad Nenndorf zu ergänzen, heißt es in dem Prospekt. Mitbürger die Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Kleidung, Kinderspielzeug, Geschirr, Kleinmöbel, Dekoartikel, aber auch Elektroartikel oder Fahrrädern benötigen, können diese gegen eine kleine Spende dort bekommen.

„Dank vieler netter Spender sind wir immer gut bestückt“, sagt Kopeczky. Selbstverständlich sind daher auch alle, die gut erhaltene und gebrauchstüchtige Gegenstände anzubieten haben, gerne gesehen.

Umsonstladen will auch Tieren helfen

Der Verein Umsonstladen Bad Nenndorf hat bei der jüngsten Jahresversammlung sein neuestes Mitglied sogleich als neues Vorstandsmitglied willkommen geheißen. Bei den Wahlen wurde zunächst Rosemarie Börner als Vorsitzende wiedergewählt, Michael Werner bleibt Kassenwart, Anneliese Kräft übernimmt das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden.

Bad Nenndorf,03.12.2012  

 

Als Schriftführerin stellte sich Carola Eggers zur Verfügung, die eigentlich nur als Gast gekommen war und im Anschluss gleich dem Verein beitrat.
Börner ließ in ihrem Bericht das Jahr 2011 noch einmal Revue passieren, in dem der Verein sein fünfjähriges Bestehen feierte. Im Fokus des Berichts lagen Spenden und Aktionen für Bedürftige wie die alljährliche Weihnachtsgeschenkeaktion für Kinder sowie Kleiderspenden an Polen und das DRK. Insgesamt, rechnete Kassenwart Werner vor, habe der Verein in den vergangenen fünf Jahren Spendengeld in Höhe von etwa 26 000 Euro an Bedürftige weitergegeben.
Auch von aktuellen Ereignissen hatte Börner zu berichten, unter anderem von der jüngst erfolgten Gewerbeanmeldung für den „Ümmesüss“-Laden. Diese war nötig, da der Verein nicht als gemeinnützig gilt – dafür seien die Beträge, mit denen gearbeitet werde, zu groß, erklärte Börner. Im Zuge dessen kommt nun eine Fremdenverkehrsabgabe auf den Verein zu.
Der Vorschlag Werners, die Satzung so abzuändern, dass der Verein auch Einrichtungen für Tiere – beispielsweise die Tierauffangstation und den Kraterzoo – unterstützen könnte, stieß auf allgemeine Zustimmung. Der Vorstand will nun zunächst alles Nötige in die Wege leiten, bevor die Änderung bei der nächsten Versammlung zur Abstimmung kommt.
Der Verein zeigt am Freitag, 28. Dezember, um 14 Uhr im Bad Nenndorfer Kino den Kinderfilm „Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa“. Für alle Rodenberger und Nenndorfer Kinder sowie deren Eltern und Großeltern ist der Eintritt frei.
Im Internet ist der Umsonstladen unter der Adresse www.umsonstladen-ümmesüss.de zu finden.

Umsonstladen versüßt 200 Kindern die Ferien

Ein ganz besonderes Weihnachtsferiengeschenk für junge Kinofans hat das Team des Bad Nenndorfer Umsonstladens um Rosemarie Börner in petto gehabt. Der „Ümmesüß“-Trägerverein sponserte zahlreichen Kindern aus Nenndorf und Rodenberg am vergangenen Freitag eine Kinovorstellung im Kurtheater. Gezeigt wurde „Die Abenteuer des Tom Sawyer und Huckelberry Finn“ – in der deutschen Verfilmung des literarischen Klassikers von Mark Twain.

Bad Nenndorf. 02.01.2012

 

„Wir wollten doppelt wohltätig sein“, erklärte Börner und meinte damit nicht allein die Zuschauer, sondern auch den Kinobetrieb der Bad Nenndorfer Kinofreunde. Filmvorführer Roland Foresta konnte mehr als 200 Kinder in der Sondervorstellung um 14.30 Uhr verzeichnen. „Wir sind unseren Spendern so dankbar, dass sie dieses Ereignis ermöglicht haben“, bemerkte Börner beim Blick in den voll besetzten Kinosaal.

Ebenso zufrieden zeigte sich beispielsweise die zweifache Mutter Angela Meyer, die gemeinsam mit Tochter Lilly und Sohn Tom den neuen Kinderfilm anschauen durfte und ganz hingerissen meinte: „Tom Sawyer erinnert mich an meine eigene Kindheit.“

In der aktuellen Verfilmung geht es allerdings recht ruppig zu, sodass sich zwischendrin zwei zehnjährige Schüler einig waren: „Das passt nicht so ganz, mit der Altersangabe ab sechs Jahren.“ Nicht zuletzt dürfte dies „die Schuld“ von Schauspieler Benno Führmann gewesen sein, der als „Indianer-Joe“ dauernd düster dreinblickte und dem zufolge reichlich abschreckend „rüber kam“. Aber zu Zeiten Mark Twains herrschten wohl derart raue Sitten am Mississippi.

Wenn die Not die Freude trübt

In den Geschäften herrscht dichtes Gedränge, Kinder drücken sich an den Schaufenster-scheiben die Nasen platt. Während einige auf der Suche nach dem richtigen Geschenk sind, wollen andere noch die fehlenden Zutaten für das Weihnachtsfestessen besorgen. Doch nicht überall ist die Vorfreude auf Weihnachten so ungetrübt und unbeschwert, weder in der Samtgemeinde Nenndorf, noch im ganzen Landkreis Schaumburg.

Bad Nenndorf, 21.12.2011

 

„Es mag vielleicht zutreffen, dass in Schaumburg niemand hungert, aber gesund ernähren können sich viele Menschen nicht“, betont Rosemarie Börner vom Umsonstladen „Ümmesüss“ in Bad Nenndorf. Allzu oft müssen sie und die anderen Helfer im Laden erfahren, dass das Geld besonders bei den Kleinverdienern nicht reicht. Dabei betrifft dieses Schicksal nicht nur Erwachsene. Auch die Kinder bekommen indirekt die wirtschaftliche Not spüren. „Zu uns kommen diese Menschen und weinen, weil sie Weihnachten nichts für ihre Kinder und Enkel haben.“

Aus diesem Grund unterstützen Börner und die anderen Helfer des „Ümmesüss“ auch in diesem Jahr die Mitarbeiter des Jugendamts. Sie ließen sich die Wunschzettel von 23 Kindern aus bedürftigen Familien geben und stellten anschließend Weihnachtspakete mit Spielzeug, Kleidung und Büchern zusammen. Aber auch Inlineskates, Puzzle, Bettwäsche und Experimentiersets haben die ehrenamtlichen Helfer gekauft.

„Die Eltern bekommen dann die Geschenke, damit sie nicht mit leeren Händen dastehen“, erklärt Annette Schediwy vom Jugendamt in Bad Nenndorf.

Die Kinder leben in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg. „Das jüngste ist ein Jahr alt“, Rosemarie Börner, die seit vier Jahren die Aktion organisiert. Für einige Familien gibt es auch Essensgutscheine und Tannenbäume, denn selbst dafür fehlt bisweilen das Geld.

Geodreieck und Mappen auf der Wunschliste

Damit auch wenig begüterte Eltern ihre Kinder zu Weihnachten beschenken können, engagiert sich der Umsonstladen finanziell und kümmert sich um Gaben. Schüler des Bad Nenndorfer Gymnasiums haben die Aktion unterstützt und Barbiepuppen, Spiele und Bücher gespendet.

Patric Plattner (Zweiter von links) und Vanessa Rebke (Zweite von rechts) übergeben die Spielzeugspenden an Anneliese Kräft (links) und Rosemarie Börne (rechts).

Bad Nenndorf, 19.02.2012

Mit gefüllten Tüten und Lehrer Torsten Deist sind Vanessa Rebke (15) und Patric Plattner (13) im Umsonstladen angerückt. Die Schüler gehören der Arbeitsgemeinschaft „Buddy“ (Kumpel) an, die sich an der Schule für ein gutes Miteinander einsetzt. Als die Schüler von der Aktion des Vereins Umsonstladen hörten, beschlossen sie, in den Unterstufen-Klassen Spielzeug zu sammeln – mit Erfolg.

 Rosemarie Börner und Anneliese Kräft vom Umsonstladen bedankten sich herzlich für die Spenden. Die Frauen stellen Geschenke für Kinder bedürftiger Familien zusammen – und zwar nicht aufs „Geratewohl“. Das Jugendamt hat dem Verein konkrete Wünsche von 20 Kindern übermittelt. Über das Amt wiederum erhalten die Eltern die gespendeten Geschenke und verpacken diese selbst. So bekommen die Kinder die Gaben aus den Händen der Eltern, erläuterte Jugendamtsmitarbeiterin Annette Schediwy.

 Die Geschenkeaktion läuft seit ein paar Jahren. Die Wünsche der Kinder konzentrieren sich nicht nur auf Spielsachen wie aktuell Barbiezubehör, ferngesteuerte Autos oder Lego-Steine. Schulzubehör steht in diesem Jahr ganz obenan: Federmappe und Collegeblöcke, Tintenkiller, Textmarker, Schnellhefter und Geodreieck. Diese Dinge sind nicht über den viel diskutierten Bildungsgutschein erhältlich. Und Essengutscheine stehen auf der Wunschliste. Mit den Gutscheinen können die Familien in bestimmten Supermärkten für eine leckere Weihnachtstafel einkaufen.

 

Ehrenamt ist Gold wert

Vier Ehrenamtskarten hat die Verwaltung für freiwilliges Engagement von Vereinsangehörigen aus der Samtgemeinde übergeben. Unter dem Motto „Ehrenamt ist Gold wert“ haben Senta Taege, Rosemarie Börner, Paul Dylla und Philipp Brendel die Karten von Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese übergeben bekommen.

Bad Nenndorf, 10.02.2011

 

„Mittlerweile sind wir bei 32 angelangt“, nannte Reese die Zahl der Karteninhaber, die inzwischen an hiesige Einwohner übergeben wurden, die „mindestens drei Jahre tätig, mindestens fünfmal pro Woche oder 250 Stunden im Jahr“ für die Allgemeinheit da seien. Taege beispielsweise war nicht nur Ansprechpartnerin im Weißen Ring, sondern kümmere sich auch um die Kriegsgräberfürsorge. Börner, die die befristete Karte sogar bereits zum zweiten Mal bekommen hat, ist laut Reese nicht nur für den „Umsonstladen“ tätig, sondern „auch darüber hinaus“.

Die Feuerwehrmänner Dylla und Brendel sind selbstverständlich immer da, wo es gerade brennt. Und in diesem Zusammenhang erinnerte Reese auch noch an die Bad Nenndorferin Anneliese Schröder, der die Einführung der Karte zu verdanken sei. Sie habe sich seinerzeit bei der Landesregierung und im Kreis besonders dafür stark gemacht.

Inzwischen werde diese Anerkennung von weiten Kreisen getragen und unterstützt. „Auch das lässt sich sehen“, sagte Reese, der die Karten zusammen mit Ordnungsamtsleiter Kurt Junior übergab, zu den Vergünstigungen, die damit verbunden sind. Reduzierte Eintrittspreise in vielen Einrichtungen seien eine „kleine Anerkennung“ und ein „Zeichen des Dankes“.

Eine Idee wird zehn Jahre alt

Der Umsonstladen „Ümmesüss“ feiert am Sonntag, 8. Mai, sein zehnjähriges Bestehen. Ab 14.30 Uhr gibt es zu diesem Anlass ein buntes Fest in der Fußgängerzone.

Bad Nenndorf

 
. Am 8. Mai 2006 hatte die Lokale Agenda den Umsonstladen eröffnet. Zuerst war das Geschäft direkt in der Innenstadt ansässig, doch schon bald zog es an den jetzigen Standort an der Hauptstraße 17a. Gefeiert wird aber in der Innenstadt, quasi in bester Lage: am Stadtbalkon. Dort singt der Shantychor „Leinen los“. Außerdem treten Musiker der Musikschule von Jo Göbel auf. Und Rosemarie Börner, Vorsitzende des Umsonstladen-Vereins, hofft, dass auch ein neues Ensemble der Schlaffhorst-Andersen-Schule bei der Feier singt. Dies ist aber noch nicht sicher.

 Gegenüber dem Stadtbalkon baut der Verein einen Getränketresen auf. Speisen gibt es heiß vom Grill. Zum Essen und Trinken können die Besucher auf Biertischgarnituren verweilen, vor Niederschlag schützen drei große Schirme. Auch eine Glücksrad-Tombola ist geplant.

 Börner hatte als Mitglied der Lokalen Agenda maßgeblichen Anteil an der Gründung des Ladens, der mittlerweile einen eigenen Trägerverein hat. Dessen Vorsitzende ist Börner seit Beginn. Derzeit arbeiten 14 ehrenamtliche Helfer im Umsonstladen – selbstverständlich nicht gleichzeitig. Börners „rechte Hand“ ist Anneliese Kräft. Der Flüchtlingszustrom hat die Arbeit verändert, derzeit kommen an den beiden Öffnungstagen – Montag und Donnerstag – mehr als 60 Kunden.

 Häufig sind die Mitarbeiter auf Dolmetscher angewiesen. Oder es wird mit Händen und Füßen, manchmal sogar mit Zeichnungen gearbeitet. Einmal suchte ein Kunde im Laden nach „Kuchenwasser“. Die verdutzten Helfer konnten ihm bei diesem scheinbar exotischen Wunsch aber nicht helfen. Erst als der Suchende auf einen Wasserkocher zeigte, war klar, was er meinte.

 „Ich hätte nie gedacht, dass das mal solche Ausmaße annehmen würde“, erinnert sich Börner an die Anfangszeit. Der Name Umsonstladen ist streng genommen Etikettenschwindel. Denn einen geringen Obolus – zwischen einen und fünf Euro – nehmen die Mitarbeiter für die meisten Waren doch. Allerdings würden die Kunden die entsprechende Ware im normalen Geschäft nur für ein Vielfaches dieser Summen kaufen können.

 Die so gewonnenen Einnahmen sowie Spenden an den Verein haben einen angenehmen Nebeneffekt: „Ümmesüss“ kann regelmäßig Bedürftigen aber auch Vereinen Spenden zukommen lassen. „In den letzten zehn Jahren wurden über 45000 Euro weitergegeben“, so Börner. Eine vom Umsonstladen eingeführte Idee sind kostenlose Kinofilme einmal im Sommer und einmal im Winter. gus

„Ümmesüss“ hat sich etabliert

Bad Nenndorf. Der Umsonstladen „Ümmesüss“ besteht seit drei Jahren. „Viele dachten anfangs: Das funktioniert sowieso nicht – aber es läuft“, hat Rosemarie Börner Vorurteile aus der Startphase entkräftet. Mittlerweile besuchen donnerstags durchschnittlich 55 bis 60 Kunden den karitativen Schnäppchenmarkt.

 

 

 

Drei Jahre, zwei Umzüge: Pünktlich zum dritten Geburtstag fühlt sich das „Ümmesüss“-Team in der Hauptstraße 17a am endgültigen Standort angekommen. Wenige Schritte von der Fußgängerzone entfernt finden Kunden hier Kleidung, Haushaltsartikel und allerlei Nützliches. Alles kostenlos, oder gegen eine Spende in beliebiger Höhe. „Oft geben die Leute mehr als wir erwartet haben“, so Initiatorin Rosemarie Börner, zugleich Chefin des Jugendförderverein. Als Dankeschön an Kunden und Spender bietet der Umsonstladen am 7. und 11. Mai ein besonderes Angebot: Wie in der Anfangszeit werden drei Teile gegen eine Spende von einem Euro abgegeben. Im Außenbereich gibt es zudem viele kostenlose Mitnahmeartikel.

„Wir lieben Fehlkäufe“, erklärt Börner den Glücksfall, neuwertige Ware überlassen zu bekommen. Von den Überschüssen profitieren soziale Projekte und Bedürftige. Anfangs über den Verein zur Förderung der offenen Jugendarbeit und später direkt vom selbstständigen Verein „Umsonstladen“. Durch die bisher etwa 5000 Euro Geldspenden wurden gefördert: das Jugendzentrum, die Berlinschule, das Kneippbecken im Kindergarten Bahnhofsstraße, der Präventionsbeirat, die Kinderkunst, der VfL, das Kulturfest „Bad Nenndorf ist bunt“ und zuletzt der Bandwettbewerb des Jugendparlamentes. Ein Erfolg, der am 12. Mai, ab 12 Uhr, einem breiten Publikum zu Gehör gebracht wird: Der Radiosender NDR 1 hat den Bad Nenndorfer Umsonstladen für die Teilnahme an der „Plattenkiste“ ausgelost.

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